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Mit Common Ground entpolarisieren

Artikel Common Ground Klimadiskurs
Mittwoch, 11.06.2025
Die Polarisierung in der Klimadebatte nimmt zu. Um zu entpolarisierender Kommunikation beizutragen, hat KONTEXT mithilfe der Medienstart-Förderung der Wirtschaftsagentur Wien den Common Ground-Check (CGC) entwickelt und in unterschiedlichen Formaten getestet.

Zwar waren Klimathemen im letzten Jahr etwas weniger präsent, wie das KONTEXT Klimadiskurs-Monitoring 2025 zeigt. Insgesamt nahm die mediale Berichterstattung über die Klimakrise in den vergangenen Jahren jedoch stark zu. Gleichzeitig hat sich die Klimadebatte wegbewegt von einer wissenschaftlichen hin zu einer politischen Diskussion, in der vor allem Klimaschutzmaßnahmen als politische Antworten auf die Klimakrise im Fokus stehen. 

Während die Klimakrise kaum noch geleugnet wird, erschweren Falschinformationen, das Vermischen von Meinungen und Fakten oder die Zuspitzungen von Ängsten und Sorgen einen konstruktiven Dialog – kurz: Klimaschutz wird verschleppt. Unterschiedliche Verschleppungstaktiken tragen dazu bei, polarisierende Positionen in der Klimadebatte zu verstärken und die Bereitschaft für konkrete Maßnahmen und Entscheidungen zu lähmen. Das zeigt sich auch in der Wahrnehmung der österreichischen Bevölkerung, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von KONTEXT bereits Anfang 2024 zeigte: 84 Prozent der Befragten empfinden, dass die Polarisierung in der Gesellschaft zunimmt und eine lösungsorientierte Debatte zu Klimathemen immer schwieriger wird.

Um konstruktive, entschlossene Klimapolitik zu beschleunigen und gleichzeitig den demokratischen Diskurs zu stärken, will KONTEXT dazu beitragen, eine entpolarisierende Kommunikation zu ermöglichen: Um dem Verschleppungsdiskurs entgegenzuwirken, haben wir Strategien für einen konstruktiven Klimadiskurs entwickelt. Jetzt wollen wir erstmals Common Ground ins Zentrum des Klimadiskurses rücken: Darunter versteht KONTEXT das Finden von Gemeinsamkeiten, den konstruktiven Diskurs und das Identifizieren und Ermöglichen von verbindenden Lösungen. 

Um die Ansprüche von Common Ground in der Praxis anwendbar zu machen, hat KONTEXT mithilfe der „Medienstart“-Förderung der Wirtschaftsagentur Wien den Common Ground-Check (CGC) entwickelt. Im Zuge des Projekts hat KONTEXT die Methodik auch für unterschiedliche Kommunikationsformate – von Analysen über Social Media-Postings bis hin zu Events – getestet. Im Folgenden listen wir alle Veröffentlichungen, die mit Unterstützung der Förderung entstanden sind. Damit auch andere an entpolarisierender Kommunikation im Klimadiskurs mitwirken können, veröffentlichen wir den Common Ground-Check in den kommenden Wochen auf unserer Website – stay tuned. 

Videos

Interviews, Kolumnen & Gastkommentare

Podcast-Auftritte

Analysen

LinkedIn-Postings

Bluesky-Postings

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Das Common Ground Check-Projekt ist gefördert im Rahmen der Wiener Medieninitiative durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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