Diese Dynamiken versprechen viele neue Chancen für wachsenden Wohlstand und eine lebenswerte Zukunft. Um diese Chancen innerhalb der EU und in Österreich stärker zu nutzen, gilt es proaktive standort- und klimapolitische Maßnahmen zu setze, die den Umbau vorantreiben. Das bedeutet:
- Erneuerbare Energieträger und das Stromnetz sollten in der EU und in Österreich breitflächig ausgebaut werden. Hier ist die EU auf einem guten Weg: im Jahr 2021 wurde 39 % des Stroms mit erneuerbaren Quellen produziert, mehr als in den USA (20 %) und in China (29 %). Gleichzeitig gilt es, Prozesse in allen Sektoren zu elektrifizieren und wirksame Technologien einzusetzen, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu ermöglichen. Hier gibt es noch Aufholbedarf: Der Anteil von Strom am Gesamtenergieverbrauch lag im Jahr 2021 in China bereits bei 28 %, in Europa nur bei 22 %, in den USA bei 21 %.
- Im Industriesektor ist neben technischen Roadmaps eine ganzheitliche Industriestrategie notwendig, die sich auf jene Branchen und Technologien fokussiert, die großes Zukunftspotenzial haben und anderen einen Übergang in ebensolche Bereiche ermöglicht. So können die Chancen der Innovation und Beschäftigung, die dort entstehen, zeitgerecht genutzt werden.
- Im Transportsektor bedeutet das einen Umstieg auf E-Mobilität im Individualverkehr und einen massiven Ausbau von öffentlichem Nah- und Fernverkehr, sowie die Förderung aktiver Mobilität durch mehr Rad- und Fußweg-Infrastruktur.
Zur Gewährleistung der nötigen Investitions- und Planungssicherheit, ist ein Fokus auf effiziente und skalierbare Technologien sowohl durch klare Rahmenbedingungen wie Regulierung und gesetzliche Vorgaben notwendig. Dafür braucht es Technologieklarheit. Gleichzeitig dürfen Scheinlösungen keinen Raum mehr in der klimapolitischen Diskussion einnehmen. So ist es möglich, die Klimakrise zu begrenzen und gleichzeitig die technologischen, wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Chancen der Ökologisierung zu nutzen.