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Press release

KONTEXT-Plan: Wie sich Österreich aus der Öl- und Gasabhängigkeit befreien kann

Monday, 30.03.2026

Aufgrund des Öl- und Gaspreisschocks präsentiert das KONTEXT Institut einen umfassenden Plan zum Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung von Verkehr, Raumwärme und Industrie. 

Damit die fossile Energiekrise nicht zum Dauerzustand wird, muss sich Österreich schnellstmöglich aus der Öl- und Gasabhängigkeit befreien. Das KONTEXT Institut hat dafür einen umfassenden "Befreiungsplan“ zusammengestellt. Das Ziel ist die vollständige Energiewende – also den Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung von Verkehr, Raumwärme und Industrie – zu beschleunigen.  

"Bereits zum zweiten Mal binnen weniger Jahre müssen die Haushalte und Unternehmen in Österreich die Rechnung für unsere Öl- und Gasabhängigkeit zahlen”, sagt KONTEXT-Vorständin Katharina Rogenhofer, “Österreich hat alle Voraussetzungen, um zu verhindern, dass Öl und Gas weiter unseren Wohlstand zerfressen.” 

Maßnahmen des Befreiungsplans im Detail 

Gesetzliche Rahmenbedingungen 

  • Ambitionierte und verbindliche Ausbauziele für Bundesländer festlegen samt Sanktionen bei Nicht-Einhaltung (EABG)
  • Effiziente Genehmigungsverfahren durch Aufstockung des Personals in Behörden
  • Enddatum für Gas- und Ölheizungen im Bestand und Dekarbonisierung der Fernwärme auf 2040 festlegen (Erneuerbaren-Wärme-Gesetz)
  • Konsequente Umsetzung des ElWG 
  • Durch öffentliche Beschaffung Leitmärkte für Kreislaufwirtschaft und saubere Zukunftstechnologien „Made in EU“ schaffen 

Finanzpolitische Maßnahmen 

  • Förderprogramme für Sanierung, Heizungstausch und Speicher ausweiten
  • Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg in Mobilitätsbudget umwandeln und Öffi-Ticketpreise senken
  • Transformationsfonds für Industrie ausweiten
  • E-Mobilitäts-Offensive in Österreich
  • Beiträge zur Gegenfinanzierung:
  • Ökologisierung klimaschädlicher Subventionen 
  • Einnahmen aus CO2-Bepreisung zweckwidmen 

Alle diese Maßnahmen haben positive konjunkturelle Effekte. “Jene Milliarden, die wir jährlich für Öl und Gas an autokratische Regime überweisen, fließen ohne jegliche Wertschöpfung für die heimische Wirtschaft ab”, sagt Rogenhofer. “Die Ökologisierung senkt dagegen die Energiekosten für Haushalte dauerhaft, füllt die Auftragsbücher von Handwerk:innen und hilft der Industrie zu neuer Wettbewerbsfähigkeit.” 

Die Maßnahmen wirken mittel- bis langfristig. Kurzfristig können die bereits beschlossene Spritpreisbremse und der Industriestrompreis (ab 2027) Abhilfe schaffen. Zusätzlich könnte ein temporärer Energiekostenzuschuss für armutsgefährdete Haushalte notwendig sein. Um den Spritverbrauch zu verringern und Kosten unmittelbar zu reduzieren, wäre ein Tempolimit auf den Straßen (100/80/30) eine äußerst wirkungsvolle und budgetneutrale Maßnahme.