Menschen brauchen Klarheit in Klimafragen

Umfrage Klimapolitik EU erneuerbare Energie
Friday, 10.05.2024
Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut marketagent hat das KONTEXT-Institut eine Studie zu Fragen der Klimadebatte durchgeführt. In dieser wird deutlich, dass die Klimakrise zwar in den Köpfen der Menschen angekommen ist, doch dass sich viele in der Debatte zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zunehmend verloren fühlen. So empfinden mehr als zwei Drittel, dass Politik und Wirtschaft viel reden, aber zu wenig gegen die Klimakrise unternehmen. Dabei wünschen sich fast 85 %, dass Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten, um gemeinsam die Klimakrise zu bewältigen. Tatsächlich aber haben mehr als 87 % der Befragten den Eindruck, dass manche Politiker:innen Entscheidungen treffen, die Einzelinteressen bedienen. 7 von 10 haben sogar das Gefühl, dass Maßnahmen und Projekte aktiv verhindert werden. Die Vermischung von Meinungen und Fakten, die Zuspitzung, die Macht von Falschinformationen: All das führt zu einer unübersichtlichen Debatte, die viele verunsichert und einen konstruktive Dialog zunehmend erschwert. 84 % der Befragten geben an, dass die Polarisierung in der Gesellschaft zunimmt und eine lösungsorientierte Debatte zu Klimathemen immer schwieriger wird. Was es jetzt braucht – das zeigt die Studie ganz deutlich – ist eine unabhängige Stimme, die aufklärt und einordnet. So finden drei Viertel der Befragten, dass eine unabhängige Institution auch ihnen helfen würde, Hintergründe, Entwicklungen und Lösungen zur Klimakrise besser zu verstehen. Mehr Transparenz und Klarheit In der Klimadebatte gibt es ein Vertrauensproblem und einen großen Bedarf nach einer Institution, die die komplexen klimapolitischen Entwicklungen verständlich erklärt, Verantwortlichkeiten benennt und daraus fundierte Lösungsansätze entwickelt. Das KONTEXT-Institut will genau diese Lücke schließen und diese Einordnung bieten, denn die Menschen wünschen sich, dass die Klimakrise neutral erklärt wird (63,1 %) und dass Politiker:innen Entscheidungen auf Basis unabhängiger Informationen treffen (86 %). Hintergründe zu beleuchten und Einordnung zu schaffen, ist ein essenzieller Schritt für mehr Transparenz und Klarheit in klimapolitischen Fragen. Gesamtgesellschaftlicher Ansatz Nur ein Zusammenspiel aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kann die Klimakrise lösen. So sehen acht von zehn Menschen Unternehmen in der Pflicht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Klimakrise zu bewältigen. KONTEXT ermöglicht Entscheidungsträger:innen, einen klaren Blick auf Lösungen zu haben, notwendige Veränderungen selbst umzusetzen oder an der richtigen Stelle einzufordern. Bei 82 % der Menschen besteht der Wunsch, dass die Politik Unternehmen dabei unterstützt, innovative Lösungen gegen die Klimakrise zu entwickeln. Genau dieses Anliegen haben auch viele innovative Unternehmen, um vorwärtszukommen, denn mangelnder Klimaschutz heißt mangelnde Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten der Zukunft.  KONTEXT setzt genau hier an und will zeigen, wie Lösungen aussehen können, bei denen sich nicht Einzelinteressen oder Blockade durchsetzen. Dafür braucht es objektive Grundlagen, eine klare fachliche Einordnung und eine Zuordnung von Verantwortlichkeiten.

Umfrageergebnisse zum Thema Klimadebatte und Politik

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut marketagent hat das KONTEXT-Institut eine Studie zu Fragen der Klimadebatte durchgeführt. In dieser wird deutlich, dass die Klimakrise zwar in den Köpfen der Menschen angekommen ist, doch dass sich viele in der Debatte zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zunehmend verloren fühlen.

So empfinden mehr als zwei Drittel, dass Politik und Wirtschaft viel reden, aber zu wenig gegen die Klimakrise unternehmen. Dabei wünschen sich fast 85 %, dass Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten, um gemeinsam die Klimakrise zu bewältigen. Tatsächlich aber haben mehr als 87 % der Befragten den Eindruck, dass manche Politiker:innen Entscheidungen treffen, die Einzelinteressen bedienen. 7 von 10 haben sogar das Gefühl, dass Maßnahmen und Projekte aktiv verhindert werden.

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